Diese positiven Eigenschaften und sein imposantes Erscheinungsbild ließen den Collie schon um die Jahrhundertwende in die Herrscherhäuser Englands Einzug halten. Er wurde bald einer der beliebtesten Gesellschaftshunde der ganzen Welt. Ebenso wurde der Collie früher wegen seiner guten Eigenschaften als Melde-, Sanitäts- und Rettungshund eingesetzt.
Durch die Fernsehserie "Lassie" entstand ein eigenes Bild des Collies, geprägt durch den Filmhund in Aussehen und Verhalten. Somit ist es auch nicht verwunderlich, das heute Collies in Größe, Fellanlage und Ausdruck von diesem amerikanischen Fernsehcollie abweichen und die im Film etwas überzogene Intelligenz wohl nicht im vollen Maße erwartet werden sollte.
Pflege: Entgegen vieler Erwartungen ist der Collie kein Pflegeintensiver Hund. Es reicht, wenn man ihn alle 14 Tage kräftig durchbürstet und darauf achtet, daß er nicht verfilzt, wozu er manchmal hinter den Ohren und an den Läufen neigt.
Die Freude am Bürsten unter anschließend duftiger Haarpracht verleiten die Besitzer eher dazu, den Hund zu oft zu bürsten. Deshalb sieht man viele ausgekämmte Collies mit glänzendem Schlichthaar. Doch ein wesentlicher Bestandteil zum Schutz vor Kälte und Feuchtigkeit ist die dichte, pelzige Unterwolle, die nicht ausgekämmt werden sollte.
Wem die Haarpflege zu lästig erscheint, kann sich vielleicht mit dem "Kurzhaar-Collie" anfreunden, dem es gegenüber seinem langhaarigen Bruder, außer an der üppigen Haarpracht, an nichts fehlt.